Educatio Repetitio Labora

 

 

Das ERL-Projekt wurde zum 31.03.2021 abgeschlossen. Im Projektzeitraum von Juni 2017 bis März 2021 wurden 40 Menschen mit Behinderungen in der Werkstatt St. Michael auf Grundlage, der im Projekt erstellten Berufskompetenzprofile geschult. Die Werkstattleitung Karin Ziesch, die Bildungsbegleiterin Monika Huschenbett und die Projektkoordinatorin Manuela Zschornack haben gemeinsam am Projektziel gearbeitet und mit den Beschäftigten die Bildung  in der Werkstatt „angekurbelt“. Die Berufskompetenzprofile wurden auf Grundlage der Praxisbausteine der Diakonie Sachsen erstellt und werden in der WfbM als Bildungsgrundlage für den Berufsbildungsbereich genutzt.  Die Berufskompetenzprofile wurden für die Landschaftspflege, die Tischlerei, die Bäckerei, die Keramik und die Montagebereiche erstellt.Hier lernen die Werkstattmitarbeiter die Arbeitsbereiche kennen, lernen Wichtiges zu Arbeitsschutz, Umweltschutz, Hygiene usw. aber auch Grundwissen für ihren Arbeitsbereich wird vermittelt.Im Rahmen dieser Schulungen erwerben die Teilnehmer neue Kenntnisse und Fertigkeiten, die sie täglich im Werkstattalltag brauchen.

Als Abschluss dieser Schulungen kamen am 25.03.2021 alle teilnehmenden Menschen mit Handicap und das ERL-Team zu einer feierlichen Zertifikatsübergabe zusammen. Voller Stolz nahmen sie ihre Zertifikate und kleine Präsente in Empfang. Das ERL-Projekt blickt auf eine langjährige gute Zusammenarbeit zurück und hofft auch weiterhin auf Fortschritte in der Bildung unserer Beschäftigten. Ein großer Dank gilt auch dem INTERREG-Programm, welches das Projekt mit finanziellen Mitteln unterstützte.Wir wünschen allen Teilnehmern, Mitarbeitern und Unterstützern viel Freude beim Lernen und Lehren, sowie Gottes reichen Segen und bedanken uns für das Vertrauen in die Projektmitarbeiter und die Unterstützung bei der Projektumsetzung. Es gibt auch „bewegte Bilder“ zu dieser Veranstaltung, diese können im Abschlussfilm des ERL-Projektes unter dem Link: https://www.youtube.com/watch?v=GDvMmGEWl6M
angesehen werden.

Das durch das Kooperationsprogramm INTERREG Polen-Sachsen 2014-2020 geförderte ERL-Projekt wird im März 2021 abgeschlossen. Gemeinsam mit unserem Projektpartner, dem Landkreis Złotoryja in Niederschlesien und der „Anstalt für berufliche Aktivierung“ in Swierzawa wurde das Projekt umgesetzt und die Projektaufgaben „mit Leben gefüllt“.

In grenzüberschreitender Zusammenarbeit wurden Bildungsprogramme für 10 Bereiche erarbeitet, jeweils 5 Bereiche in Polen und in Deutschland. Der polnische Partner erarbeitete Berufskompetenzprofile, kurz BKP in den Bereichen Hotellerie, Gastronomie, Buchbinderei, Druckerei, Druckereigewerbe. In Sachsen wurden BKP´s in den Bereichen Tischlerei, Bäckerei, Keramik/ Kreativ, Verpackung und Montage sowie der Landschaftspflege erarbeitet. Die in Sachsen erarbeiteten Berufskompetenzprofile wurden auf Grundlage der Praxisbausteine der Diakonie Sachsen erstellt. Nach dieser Vorlage wurden Arbeitsblätter, Unterrichtsmaterialien und entsprechende Fördereinheiten für Menschen mit Behinderungen vorbereitet, weiterentwickelt und in der Arbeit mit MmB angewendet. Im Rahmen des Projektes wurden über 40 MmB in den unterschiedlichsten Bereichen geschult und gefördert. Das während des Projektes ERL- „Educatio-Repetitio-Labora---Lebenslanges Lernen für Menschen mit Behinderungen“ erstellte Bildungsprogramm wird auch weiterhin in der Förderung von Menschen mit Behinderung in der Werkstatt St. Michael eingesetzt. Hier lernen die Beschäftigten im Berufsbildungsbereich sowie im Arbeitsbereich von- und miteinander. Mit der Erstellung der BKP´s wurde der Grundstein für eine optimale Förderung und Weiterentwicklung unserer MmB gelegt und kann so auch über das Projekt hinaus eingesetzt und weiter ausgebaut werden.


Ein weiterer Bestandteil des Projektes waren Praktika auf dem 1. Arbeitsmarkt, hier konnten über 30 Beschäftigte der WfbM praktische Erfahrungen in Firmen der näheren Umgebung sammeln. Außerdem war unsere polnische Partnereinrichtung zu ein- oder mehrtägigen Praktika bei uns in Panschwitz-Kuckau zu Gast. Sie unterstützten unser Projekt beim Brückenbau (Einweihung April 2019) im Lippe-Park, es wurden Hochbeete aufgebaut und erste Erfahrungen im Garten- und Landschaftsbau gesammelt, aber auch die Keramikwerkstatt sowie der Montagebereich konnten ausprobiert werden. In der Freizeit fanden gemeinsame Ausflüge nach Bautzen, zum Bowling oder die Klosterführung mit Sr. Filipa statt. Diese gemeinsamen Aktivitäten verbesserten die Verständigung, unsere Gäste lernten sorbische Bräuche kennen und unsere schöne Umgebung wurde vorgestellt.



Die Beschäftigten der Werkstatt St. Michael besuchten bei mehreren Praktika´s die polnische Werkstatt in Świerzawa. Hier konnten neue Kenntnisse und Fertigkeiten in den Bereichen Gastronomie, Glasmalerei und Druckerei erworben werden. Im Anschluss an die Arbeit in der Werkstatt wurden Ausflüge nach Jelenia Góra mit Museumsbesuchen, einer Führung durch die Glashütte „Julia“ und verschiedene Workshops angeboten. Der gemeinsame Austausch der Partnereinrichtungen untereinander prägte das Projekt, die gemeinsamen Ausflüge, Erfahrungen und Erlebnisse machten es spannend und mit „allen Sinnen“ erlebbar.

An den im Projekt vorgesehenen Sprachschulungen konnten die Beschäftigten (MmB) ebenso wie Mitarbeiter, Interessierte und auch die Schwestern des Klosters an mehreren Polnischkursen teilnehmen. Diese wurden vom Projekt geplant, organisiert und finanziell gefördert. Vielen Dank allen Teilnehmern und der Dozentin der Volkshochschule Kamenz, sie haben sich eingebracht, ihre Sprachkenntnisse verbessert und das Projekt mit Leben gefüllt. Leider mussten aufgrund der Corona-Pandemie alle noch geplanten Schulungen abgesagt werden. Bei den Grill-Meisterschaften oder den Paraolympischen Spielen auf polnischer Seite sowie bei Patronatsfesten, Adventsmärkten oder Sommerfesten in Panschwitz-Kuckau wurde die Zusammenarbeit beider Partner intensiviert und ein interkultureller Erfahrungsaustausch war möglich. Hier konnten die erworbenen Sprachkenntnisse angewendet und weiter ausgebaut werden, natürlich wurden alle Veranstaltungen zusätzlich von Dolmetschern unterstützt und begleitet.



Ein zusätzlicher Projektbestandteil war die Zusammenstellung eines Leitfadens über Fördermöglichkeiten bei der Beschäftigung behinderter Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Bei mehreren Arbeitstreffen und Veranstaltungen mit Werkstattpartnern auf beiden Seiten, wurden die Unterlagen zusammengetragen, überarbeitet, in beide Sprachen übersetzt und zu einer „druckreifen“ Ausgabe“ zusammengestellt. Somit entstand ein deutsch-polnisches „Gemeinschaftswerk“, welches Arbeitgebern in Polen und Deutschland bei der Einstellung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen hilfreich sein kann. Im Rahmen des ERL-Projektes wurden mehrere Bauvorhaben geplant, vorbereitet und durchgeführt. In Świerzawa wurde eine Mühle zum Hotel umgebaut. Hier wurden neue Hotelzimmer, ein Restaurant mit hochmoderner Küche sowie dazugehörigen Personalräumen geschaffen. Im Rahmen der Praktika´s konnten Beschäftigte und begleitende Mitarbeiter die neuen Räume besichtigen und als „einige der ersten Gäste“ im neugeschaffenen Hotel übernachten. Unser besonderer Dank gilt hierbei dem Personal für die wunderbare Bewirtung, der Dolmetscherin für die sprachliche Begleitung sowie dem Team der ZAZ Swierzawa für die tolle Gastfreundschaft. Ein Großteil des Projektzeitraumes nahm der Umbau der Klosterbäckerei und die Einrichtung des Café ST. MICHAEL in Anspruch. Hierfür wurden die verschiedensten Ausschreibungen vorbereitet, Planungen erstellt, Bauberatungen durchgeführt sowie zukunftsorientierte Lösungen gesucht und gefunden. Das Gebäude der Klosterbäckerei wurde von „Kopf bis Fuß“ saniert, das Dach erneuert, Wände geöffnet, neue Türen und Fenster eingebaut, sowie Lüftung, Heizung, Sanitär, Elektrik und vieles mehr ausgetauscht. Die Backstube wurde modernisiert, eine Kühlzelle und eine Edelstahl-Küche eingebaut sowie der Verkaufsbereich komplett umgestaltet. Es wurden Fliesen verlegt, Malerarbeiten geleistet und neue Beleuchtung angebracht. Die verschiedensten Gewerke wurden fast ausschließlich durch regionale Firmen ausgeführt. Vielen Dank an alle Handwerker, Mitarbeiter und Berater dieser Bauunternehmung, aber auch an die Schwestern des Klosters St. Marienstern, die uns mit „Rat und Tat“ zur Seite standen. In mehreren Café-Workshops wurde über die zukünftige Ausgestaltung des Cafés, neue Angebote sowie die Vermarktung der Klosterbäckerei und des Café ST. MICHAEL beraten. Hier arbeitete die Kaufmännische Leitung gemeinsam mit der Werkstattleitung, der Projektleitung und dem Klosterbäckerei-Personal eng zusammen. Es wurden „Pläne geschmiedet“, Neues ausprobiert, über Verbesserungen diskutiert und gemeinsame Wege in die Zukunft gefunden.

Im April 2019 wurde die Klosterbäckerei ausgeräumt und bis Ende November die Backstube, der Verkaufsbereich und die Personalräume umgebaut. Zeitgleich wurden die Umbauarbeiten an den neuen Caféräumen umgesetzt. Hierfür wurden „dicke Mauern eingerissen“, neue Leitungen verlegt und alle Räume mit neuen Farben aufgefrischt. Für die Ausstattung der Räumlichkeiten wurden Ausschreibungen vorbereitet, Angebote verglichen und passendes Mobiliar, neues Geschirr, Besteck, Tischwäsche, Berufsbekleidung sowie verschiedenste Dekorationselemente angeschafft. Das Café ST. MICHAEL im denkmalgeschützten Gebäude wurde im Einklang zum Kloster und im Hinblick auf die Bedürfnisse der hier arbeitenden Menschen mit Handicap eingerichtet. Im Café und in der Klosterbäckerei wurden neue Arbeitsplätze für Menschen mit Handicap sowie optimale Bedingungen für Besucher des Klosters geschaffen.

Die Klosterbäckerei konnte Ende 2019 wiedereröffnet werden und arbeitete bis zum Corona-Lockdown im März 2020. Im Juli 2020 wurde das Café ST. MICHAEL probeweise eröffnet, das Personal und die Menschen mit Behinderungen mussten nach der langen Schließzeit langsam in ihre neue Aufgabe „hineinwachsen“. Über die Sommermonate wurden erste Erfahrungen in der Gastronomie gesammelt, neue Möglichkeiten ausprobiert und viele Gäste, Besucher, Pilger und Einheimische bewirtet. Einige kleinere Veranstaltungen wurden durchgeführt und das neue Café vorgestellt. Leider musste der Cafébetrieb im November 2020 aufgrund des 2. Corona-Lockdowns schließen. Das Café-Team hofft, dass es bald wieder Gäste im Café ST. MICHAEL begrüßen kann und freut sich schon darauf.

Zum Abschluss unseres ERL-Projektes ist dieser Film entstanden. Bitte Bild anklicken.

Film: Idee und Vernetzung                    RenéFreier/Kaffeerené Dresden              www.kaffeerene.de

Im Dezember 2020 unterstützte das ERL-Team die Werkstatt-Mitarbeiter beim Verpacken der Weihnachtsgeschenke für unsere Werkstatt-Besucher. So wurde das ERL-Büro kurzerhand in eine kleine Wichtelstube verwandelt. Süßigkeiten und Tannengrün verbreiteten einen ganz besonderen Weihnachtsduft. M. Zschornack füllte die Café-Gutscheine aus und M.Huschenbett stellte die Kleinigkeiten in einem Geschenkkarton zusammen Zum Abschluss wurde alles liebevoll eingepackt. Die Werkstatt-Besucher erhalten ihre Weihnachtsgeschenke traditionell in den letzten Tagen des „alten“ Jahres als kleinen Gruß und Dankeschön für ihre geleistete Arbeit.

Aufgrund der aktuellen Corona-Beschränkungen sind momentan keine Arbeitstreffen mit unserem LEAD-Partner möglich. Am 10.12.2020 hatte daher das ERL-Projekt zu einem Arbeitstreffen per Skype eingeladen. Der polnische Partner und die Dolmetscherin hatten sich aus Polen zugeschaltet. Hier konnten per Video-Konferenz viele Projektfragen die weiteren Projektplanungen und organisatorische Belange besprochen werden. Die technischen Voraussetzungen ermöglich uns eine Zusammenarbeit per Telefon, E-Mail oder Skype, um anstehende Fragen, Schwierigkeiten oder Sonstiges zu klären. Sie ersetzen aber nicht den Erfahrungsaustausch, das Kennenlernen der Bräuche des jeweiligen Landes sowie die praktische Zusammenarbeit mit der Partnerwerkstatt. Hier hoffen beide Projektpartner, dass es im neuen Jahr mehr Möglichkeiten zum aktiven Austausch und zur Erfüllung der Projektaufgaben geben wird.

„Das Warten hat sich gelohnt!“ Zum 07.07.2020 eröffnete die Werkstatt für behinderte Menschen“ in Panschwitz-Kuckau probeweise das CAFÉ ST. MICHAEL. Pünktlich um 11:00 Uhr begrüßte unsere Äbtissin Mutter Gabriela die ersten Gäste im Café. Sie bedankte sich bei allen Mitwirkenden und wünscht dem Team alles Gute, Gottes reichen Segen und viel Freude bei der neuen Aufgabe. Das Café bietet seinen Gästen ein täglich wechselndes reichhaltiges Angebot an Kaffee und Kuchen. Das Team des CAFÉ ST. MICHAEL freut sich auf Ihren Besuch. Lassen Sie sich überraschen! Die Klosterbäckerei mit ihrem Angebot an Backwaren wird voraussichtlich erst Mitte August ihren Betrieb wieder aufnehmen.

Der Umbau der Klosterbäckerei war Teil des seit 2017 laufenden INTERREG-Koorperationsprojektes "ERL - Education, Repetitio, Labora" und ist jetzt abgeschlossen. Im Rahmen der Sanierung des alten Bäckereigebäudes wurde die bestehende Struktur aufgebrochen und ein Café integriert, welches Ausbildungsstätte und zugleich inklusiver Begegnungsort sein soll. Der direkte Durchgang vom Klosterhof zum Klostergarten wurde damit geschaffen.

 

Am 07.07.2020 öffnet unser neues CAFÉ ST. MICHAEL und wir freuen uns, Sie als Gäste begrüßen zu dürfen. Schauen Sie einfach vorbei und lassen Sie bei Kaffee und Kuchen die Seele baumeln.

Öffnungszeiten CAFÉ ST. MICHAEL

Dienstag - Sonntag          11.00 Uhr - 17.00 Uhr

Öffnungszeiten CAFÉ ST. MICHAEL während der Betriebsruhe der WfbM vom 27.07.- 07.08.2020

Mittwoch - Sonntag          11.00 Uhr - 17.00 Uhr

Öffnungszeiten Klosterbäckerei/CAFÉ

Klosterbäckerei
Ćišinskistr. 35, 01920 Panschwitz – Kuckau

Di - Fr 06:30 - 16:00 Uhr
Sa       06:00 - 09:30 Uhr
So + Mo geschlossen

CAFÉ ST. MICHAEL
Ćišinskistr. 35, 01920 Panschwitz – Kuckau

Aufgrund der 2G-Regelung gelten bis auf weiteres veränderte Öffnungszeiten für
unser Café:

Di - Sa 11:00 - 16:00 Uhr
So 12:00 - 17:00 Uhr
Mo geschlossen

Tel. 035796-99443

Öffnungszeiten Werkstattladen

Am Montschik 1 (Eingang Poststraße)
01920 Panschwitz-Kuckau

Mo 8.00 - 12.00 Uhr
Di 8.00 - 12.00 Uhr, 13.00 - 16.00 Uhr
Mi 8.00 - 12.00 Uhr , 13.00 - 16.00 Uhr
Do 8.00 - 12.00 Uhr, 13.00 - 15.30 Uhr
Fr 8.00 - 14.00 Uhr

Tel. 035796-804517